Aus der Idee der Dream Machine Telefonzelle sind zwei besondere Telefone entstanden.
Keine klassischen Kommunikationsgeräte, sondern Apparaturen, die Stimmen sammeln.

Als Wunsch- oder Traumtelefon laden sie Gäste dazu ein, einen Moment festzuhalten. Bei Feiern oder Festlichkeiten wählen sie über das begleitende Tele-Dream-Book eine freie Telefonnummer und sprechen darunter ihre Audiobotschaft ein – einen Wunsch, einen Traum, einen Gedanken.

Nach der Aufnahme wird der Eintrag im Tele-Dream-Book ergänzt:
Ein Name, ein Titel oder ein kurzer Hinweis darauf, was unter dieser Nummer zu hören ist. So entsteht ein kleines Verzeichnis der Stimmen. Wer später diese Nummer wählt, weiß, wen oder was er anruft.

Jede Aufnahme bleibt erreichbar.
Andere Gäste können die Nummer wählen und die gespeicherte Botschaft anhören. Ein Display zeigt die gewählte Zahl, ein reduziertes Audiomenü mit frei anpassbaren Texten führt behutsam durch den Ablauf.

Die Telefone sind keine stillen Objekte.
Über einen externen Lautsprecher sprechen sie in den Raum hinein – nicht, um zu erklären oder zu werben, sondern um zuzuhören. Sie melden sich, um Stimmen anzuziehen, um zu sammeln, um ihr eigenes Wissen zu erweitern. Wer vorbeigeht, wird eingeladen, den Hörer abzunehmen und Teil dieses Archivs zu werden.

So entsteht der Eindruck einer Apparatur mit Gedächtnis.
Das Telefon hört zu, merkt sich das Anvertraute und gibt es in anderen Momenten wieder frei – unverändert, fragmentarisch, menschlich.

Die gesammelten Aufnahmen bilden ein Audioarchiv:
als klingendes Andenken an ein Fest, als Erinnerungsspeicher, als Ausgangsmaterial für Audioinstallationen oder als verdichtete Momentaufnahme eines gemeinsamen Ereignisses. Alle Botschaften lassen sich später unkompliziert am Computer sichern und weiterverwenden.

Betrieben wird das Telefon flexibel über USB – mit Netzteil oder Powerbank, unabhängig von festen Stromanschlüssen und Orten.

Idee _ Anke Retzlaff
Weiterentwicklung und Gestaltung _ philippe waldecker